Was mir wichtig ist
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Gestaltung öffentlicher Räume

Die neu angelegten Plätze sind gelungene Beispiele für die Erhöhung der Attraktivität unserer Gemeinde. Zur weiteren Verbesserung des Ortsbildes müssen künftig auch die Ortse
ingänge ansprechender werden.
Als Beirat der Stiftung „Forstamt Jugenheim“ habe ich meinen Teil dazu beitragen können, das älteste weltliche Gebäude Jugenheims zu erwerben und zu sanieren. Der Erhalt dieses historischen Gebäudes ist mir eine Herzensangelegenheit.
Das Kleinod „Schloss Heiligenberg“ ist vor einem Leerstand oder einem Verkauf durch das Land zu bewahren. Gemeinsam mit der Stiftung „Schloss Heiligenberg“ setze ich mich für eine öffentliche Nutzung des Schlosses ein. -
Ortsteile

Die unverwechselbaren baulichen und kulturellen Eigenarten unserer Ortsteile sind zu bewahren. Die Dorfentwicklung in Ober-Beerbach und der Bau der Aussegnungshalle in Balkhausen haben gezeigt, dass die besten Ergebnisse dann erzielt werden, wenn Bürger und Ortsbeiräte aktiv an der Gestaltung mitwirken. -
Demografischer Wandel
Bürger Seeheim-Jugenheims haben im Auftrag der Gemeinde über mehrere Monate Vorschläge erarbeitet, wie darauf reagiert werden kann, dass unsere Bevölkerung abnimmt und älter wird. Auf Grundlage der Empfehlungen wurden politische Beschlüsse gefasst. Diese sind in den kommenden Jahren umzusetzen.
Aufgrund seiner außergewöhnlich guten Standortbedingungen hat Seeheim-Jugenheim die Möglichkeit, durch Zuzüge dem Bevölkerungsrückgang entgegen zu wirken. Wir haben noch große Freiflächen im Innenbereich, die einer Bebauung zugeführt werden können. Die Ausweisung großer Neubauflächen außerhalb des Siedlungsbereichs halte ich aus ökonomischer und ökologischer Sicht für nicht vertretbar.
Die Arbeit der kommunalen Seniorenberatung, des Seniorenbüros und des Seniorenbeirats hat in der Gemeinde einen hohen Stellenwert. Ich werde mich dafür einsetzen, dass das vorbildliche Unterstützungs- und Freizeitangebot für ältere Menschen weiter ausgebaut wird.
Die im ehemaligen Forstamt Jugenheim untergebrachte Wohngemeinschaft für Hochaltrige entspricht dem Wunsch nach einer weitgehend selbstbestimmten Lebensführung im Alter. In der Gemeinde müssen weitere alternative Pflege- und Betreuungsformen für ältere Menschen entstehen. -
Umwelt
Für rund 1,5 Mio. Euro wurden die Kindertagesstätten in Jugenheim, Seeheim und am Schuldorf energetisch saniert. Die Energiekosten konnten dadurch deutlich gesenkt werden. Ziel muss es sein, den Energieverbrauch aller öffentlichen Gebäude zu minimieren.
Auf den Dächern der Jugenheimer Bürgerhalle und der Kläranlage sind Fotovoltaikanlagen errichtet worden. Auf der Neutscher Höhe entstehen zwei neue Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist eine Zukunftsaufgabe.
Am Blütenhang zwischen Seeheim und Jugenheim liegen große Flächen brach. Zusammen mit Umweltbehörden, Naturschutzorganisationen, Landwirtschaft und dem Blütenhangverein arbeite ich daran, die kulturhistorisch wertvolle Landschaft wieder modellhaft zu entwickeln. -
Kirchen

Unsere Kirchen sind karitativ und sozial tätig. Sie sind Träger zweier Kindertagesstätten und kümmern sich um Ältere und Kranke. Zum Wohle einer sozialen Gemeinde ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Kommune notwendig. Die Gemeinde beteiligt sich an der Kirchendachsanierung in Ober-Beerbach. Die ev. Kirchengemeinde Seeheim plant, ihren Kindergarten um eine Kleinkindgruppe zu erweitern und ist dafür auf kommunale Unterstützung angewiesen. -
Ehrenamt
In Seeheim-Jugenheim gibt es ein ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement, auf das die Gemeinde angewiesen ist und das sie unterstützen muss. So koordiniert das Seniorenbüro beispielsweise die ehrenamtliche Seniorenarbeit und gewährt den freiwilligen Helfern Versicherungsschutz. Die Beratung und Information über Möglichkeiten des freiwilligen Engagements werde ich weiter ausbauen.
Bei uns setzen sich viele Bürger für die Entwicklung ihrer Gemeinde ein. Sie engagieren sich in Vereinen und Arbeitsgruppen für eine nachhaltige Entwicklung, für bauliche Vorhaben, für Umweltprojekte, für Städtepartnerschaften oder für soziale und präventive Maßnahmen. Ich lege Wert darauf, Bürger in kommunale Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Vereine erbringen notwendige und wünschenswerte Dienstleistungen für alle Altersgruppen. Die Gemeinde stellt Räumlichkeiten und Sportstätten zur Verfügung, hilft bei Förderanträgen, ehrt erfolgreiche Sportler, informiert über vereinsrelevante Angelegenheiten und beteiligt sich finanziell am Neubau der Dreifeldsporthalle am Schuldorf. Die Vereine können sicher sein, dass ich ihnen weiter als verlässlicher Partner zur Seite stehen werde.
Die ehrenamtlichen Kräfte im Sanitäts- und im Rettungsdienst setzen sich bei Unfällen, Bränden und anderen Katastrophen für unser Leben ein. Wie sehr wir viele gut ausgebildete Sanitäts- und Rettungskräfte brauchen, hat uns unter anderem der verheerende Starkregen im Sommer 2006 vor Augen geführt. Ich trete deshalb für den Erhalt der Ortsfeuerwehren ein, die zudem ein wesentlicher Bestandteil des Vereinslebens in den Ortsteilen sind. -
Öffentliche Sicherheit
Seeheim-Jugenheim ist laut Kriminalitätsstatistik eine sichere Gemeinde. Die neue Gefahrenabwehrsatzung, nächtliche Kontrollen des Ordnungsamts und das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Präventionsrats tragen dazu bei. Unsere beiden Jugendpfleger arbeiten eng mit Jugendlichen zusammen und unterstützen sie bei der Gestaltung ihrer Freizeit.
Durch das neue Bistro am Villenave d’Ornon-Platz und durch den Kräutergarten der Landfrauen auf dem Carlo-Mierendorff-Platz werden diese Bereiche wieder stärker von Bürgern genutzt. Dadurch hat sich die soziale Kontrolle erhöht und der Vandalismus ist deutlich zurückgegangen. Zukünftige städteplanerische Maßnahmen müssen auch das Sicherheitsbedürfnis der Bürger berücksichtigen.In unserer Gemeinde treten wir vehement gegen jede Form von Rechtradikalismus ein. Mit der Veranstaltungsreihe „Wider das Vergessen“ wird an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Diese Gedenkveranstaltungen sind konsequent fortzuführen.
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Kommunale Infrastruktur
Eine Reihe unserer Straßen sind nach zwei strengen Wintern in Folge im schlechten Zustand. Ausbesserungsarbeiten alleine reichen nicht mehr aus. Wie aktuell die Frankensteiner Straße in Malchen müssen weitere Kanäle, Wasserleitungen und Straßen erneuert werden.
Jugenheim hat in den 70er Jahren eine drastische Umgestaltung der Ortsdurchfahrt hinnehmen müssen. Nun plant das Land deren Erneuerung. Das ist die Chance, das Erscheinungsbild der Ortsdurchfahrt und deren Aufenthaltsqualität zu verbessern.In Seeheim wurden entlang der Straßenbahnschienen Ampelanlagen errichtet. Aufgrund der Baumaßnahmen am Schuldorf wurde die Bushaltestelle verlegt. Ich werde weiter darauf drängen, dass der Landkreis die verkehrliche Erschließung seiner größten Schule neu regelt. Zur weiteren Erhöhung der Verkehrssicherheit soll an der Kreuzung Raiffeisenstraße/Heidelberger Straße/Sandstraße ein Verkehrskreisel entstehen.
Die Sport- und Kulturhalle in Seeheim ist in die Jahre gekommen. Es muss zwischen einer Komplettsanierung und einem Neubau abgewogen werden. Für beide Optionen sind die finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen. -
Kinder und Jugendliche
Seeheim-Jugenheim ist eine familienfreundliche Kommune, die ihren Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leistet. Das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren und die Anzahl der Ganztagsplätze in den Kindergärten wurden erhöht. Die Betreuungsangebote für Kinder sind weiter bedarfsgerecht auszubauen.
Der Hort am Schuldorf Bergstraße konnte durch das Zusammenwirken von Gemeinde, Schule und Förderverein der Internationalen Schule gesichert werden. Der Erhalt der Tagesbetreuung für Grundschüler ist mir ein Anliegen.
Das Angebot für Jugendliche ist mit dem neuen Jugendtreff in Ober-Beerbach und dem Computer- und Bandübungsraum im Jugendzentrum Sandstraße erweitert worden. Neben dem Biker-Parcours sollen weitere Freizeit- und Erlebnisflächen für Kinder und
Jugendliche entstehen.
Das Bildungsangebot in Seeheim-Jugenheim ist hervorragend. Unsere Schulen brauchen aber auch die Unterstützung durch ihre Gemeinde. Wir müssen ihnen zur Seite stehen, wenn Hilfe durch die kommunale Jugendpflege oder durch den Bauhof benötigt wird. -
Öffentlicher Nahverkehr
Durch die neue Buswendeschleife in Balkhausen wurde die Sicherheit insbesondere der Schulkinder erhöht und eine Busverbindung zwischen dem Ortsteil und Bensheim bewirkt. Die Anbindung unserer ländlichen Ortsteile muss weiter optimiert werden.Die Einrichtung einer Straßenbahnschnelllinie nach Darmstadt war ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Als nächste Aufgabe steht der behindertengerechte Umbau der Straßenbahnhaltestelle am Seeheimer Rathaus an.
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Kultur
Seeheim-Jugenheim wurde einmal liebevoll als „Kulturnest“ beschrieben. Die Gemeinde gibt einen Kulturkalender heraus, stellt kommunale Einrichtungen für Ausstellungen, Musik- und Theaterveranstaltungen zur Verfügung und beteiligt sich an den Kulturtagen. Die Kommune muss Im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten die Kulturschaffenden weiter unterstützen.
Heimat- und Fördervereine, heimatkundliche Arbeitskreise, Museumsverein, Landfrauen und Kerweborsch fördern mit ihren Beiträgen zur Pflege von Denkmälern, Sitten und Gebräuchen sowie zur Erforschung der Heimatgeschichte die örtliche Verbundenheit. Die Gemeinde muss Ihnen dabei hilfreich zur Seite stehen. Für ihre Arbeit steht Ihnen das mit großem Aufwand neu geordnete Gemeindearchiv zur Verfügung. -
Gewerbe
Um die hohe Lebensqualität unserer Gemeinde zu sichern, sind wir auch auf Einnahmen aus der Gewerbesteuer angewiesen. Es ist ein Gewinn für uns, dass die Lufthansa am Standort Seeheim festgehalten hat. Ich stehe für die Entwicklung unseres einzigen größeren Gewerbegebiets „Friedrich-Ebert-Straße/Breslauer Straße“ sowie für die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe und die Erweiterung der bestehenden.
Seeheim-Jugenheim hat im Vergleich zu den umliegenden Kommunen mit Abstand die höchste Kaufkraft. Das Einzelhandelsangebot ist gegenüber vergleichbaren Gemeinden jedoch deutlich unterdurchschnittlich und muss optimiert werden. Unsere Bürger sollen ihre Einkäufe vor Ort tätigen können.
Die Fachgeschäfte „Am Grundweg“ bilden ein wichtiges innerörtliches Einkaufszentrum für die Nahversorgung. Der Neubau der Nieder-Ramstädter Diakonie hat diesen Bereich aufgewertet. Um den Handelsstandort zu stärken, müssen das ehemalige Postgelände wieder einer gewerblichen Nutzung zugeführt und die Parksituation verbessert werden.
Die Gemeinde hat unter Mitwirkung örtlicher Gewerbetreibender ein Konzept zum langfristigen Erhalt und zur Verbesserung der Versorgung unserer Bevölkerung erstellen lassen. Empfohlen wird, Branchen- und Sortimentlücken zu schließen und ein gemeinsames Standortmarketing zu betreiben. Wirtschaftsförderung wird bei mir eine zentrale Gemeindeaufgabe bleiben. -
Aufgeschlossene Gemeinde
Wir wurden durch den Europarat für unser vorbildliches europäisches Engagement ausgezeichnet. Mit Ceregnano in Italien ist eine dritte Partnergemeinde hinzugekommen. Ein Bürgermeister muss wesentlich dazu beitragen, Städtepartnerschaften zu vertiefen.
Die Europaschule Schuldorf Bergstraße, die internationale Schule sowie international ausgerichteten Firmen wie Lufthansa oder Wild Beauty stehen für die weltoffene Haltung unserer Gemeinde. Gäste aus aller Welt sind bei uns willkommen. Fremdenfeindlichkeit hat hier keinen Platz. Auch dafür muss sich ein Bürgermeister einsetzen. -
Finanzen und Verwaltung
Während meiner Amtszeit konnten durch Einsparungen und verbesserte Erträge Fehlbeträge der Vorjahre ausgeglichen und eine hohe Rücklage gebildet werden. Durch den heftigsten Konjunktureinbruch seit Bestehen der Bundesrepublik wurde diese positive Entwicklung unterbrochen. Das bestätigt mich in meiner Haltung: Bessere Zeiten nutzen, um auf schlechte vorbereitet zu sein.
Aufgrund dramatisch gesunkener Steuereinnahmen bei gleichzeitig höheren Kosten durch neue gesetzliche Vorgaben und geringerer Mittelzuweisung durch das Land weisen alle 23 Landkreiskommunen in ihren Haushaltsplänen 2011 Fehlbedarfe aus. Das planerische Defizit liegt in Seeheim-Jugenheim bei 180 Euro pro Einwohner, das aller Kreiskommunen im Durchschnitt bei 185 Euro.
Positiv ist unser geringer Schuldenstand. Die Gemeinde hat seit 2006 über fünfeinhalb Mio. Euro in die kommunale Infrastruktur investiert. In den nächsten vier Jahren sind Investitionen in etwa der gleichen Höhe eingeplant, die wir aufgrund der aktuell widrigen Bedingungen nicht ohne Kredite werden finanzieren können. Auch muss bei den Verwaltungsausgaben weiter gekürzt und für eine Verbesserung der Einnahmesituation gesorgt werden.
Durch Umstrukturierungen innerhalb der Verwaltung konnten Verwaltungsabläufe optimiert und eine beträchtliche Kostensenkung erreicht werden. Unter anderem wurde auf doppelte Buchführung umgestellt und das Verwaltungspersonal deutlich reduziert. Auch die interkommunale Zusammenarbeit wurde ausgebaut. Ich bin überzeugt, dass viele kommunale Aufgaben kostengünstiger und auch effizienter gemeinsam erledigt werden können.Um den zu hohen Personalbestand abzubauen, wurden viele frei gewordene Stellen nicht wiederbesetzt. Das hat dazu geführt, dass wir heute viele ältere Mitarbeiter haben. Im Sinne einer zukunftsorientierten Personalplanung müssen wir wieder mehr junge Kräfte halten, die bei uns gut ausgebildet werden.